Homöopathie-Hof

Literatur zum Studium

Grundausstattung
Klassische Homöopathie
Die Bücher in Fettdruck sind Standardwerke mit denen sicher in der Akademie gearbeitet wird und daher besonders empfehlenswert. Wenn Verlage zusätzlich erwähnt sind, bedeutet dies, dass es verschiedene Versionen dieses Titels gibt und die erwähnte Version qualitativ die Beste ist.

Lehrbücher:
- S. Hahnemann, Organon der Heilkunst (6.Auflage), J. Schmidt,
Elsevier-Verlag
- S. Hahnemann, Die Chronischen Krankheiten, Bd. 1, Haug-
Verlag
- Macek, Organon-Kursbuch
- Macek, Kursbuch der Chronischen Krankheiten
-
Kent, James Tyler, Zur Theorie der Homöopathie
- Risch, Homöopathik
- Vithoulkas, Die wissenschaftliche Homöopathie

Leitsymptome:
- Nash, Leitsymptome, Haug-Verlag
-
H.C.Allen, Leitsymptome
- Morrison, Handbuch der Homöopathischen Leitsymptome
- Vermeulen, Synoptische Materia Medica
- Barthel, Charakteristika

Arzneimittellehren:
- Boericke, Handbuch der homöopath. Materia Medica, Haug-
Verlag
- Vermeulen, Konkordanz der Materia Medica
- S.Hahnemann, Gesamte Arzneimittellehre, 3 Bände, Haug-
Verlag
- Hering, Leitsymptome unserer Materia Medica, 10 Bände
- Bhanja, Masterkey
- Boger, Synoptic Key
- Tyler, Arzneimittellehre, Elsevier-Verlag
- Kent, Homöopathische Arzneimittelbilder, 3 Bände
- Lathoud, Materia Medica
- Mezger, Gesichtete Arzneimittellehre
- Clarke, Der neue Clarke
- Seideneder; Mitteldetails

Repertorien:
- Schroyens, Synthesis, (Edition 7 oder 9.1)
- Zandvoort , Repertorium universale bzw. Complete Repertory
- Murpy, Titel des Buches



Therapeutische Leitfäden:
- Tyler, Wichtige Krankheitszustände
- Lilienthal, Homöopathische Heilmittel nach klinischen Gesichtspunkten
- Lilienthal, Homöopathische Therapeutika
- Morrison, Handbuch der Pathologie zur homöopathischen Differentialdiagnose

des weiteren:
- Bönninghausen, Therapeutisches Taschenbuch (revidierte Auflage), Verlag
- Rehman: Handbuch der homöopathischen Arzneibeziehungen
-Hahnemann, Die Gesamte Arzneimittellehre
- Laborde/Risch, Die hereditären chronischen Krankheiten

Literatur der Dozenten:
- Leisten, Homöopathie – Therapeutikum
- Leisten, Anamnestikum (Tage- und Begleitbuch)
- Leisten, Neuralgien (Übersetzung J. C. Burnett)
- Leisten, Die Behandlung von Katarakt (Übersetzung J. C. Burnett)
- Methner, Klinische Materia Medica in 3 Bänden



Literaturhinweise für Studienanfänger
In der Klassischen Homöopathie wird man nicht mit wechselnden Therapievorschriften oder Lehrmeinungen konfrontiert, da die Grundprinzipien dieser Heilweise fest und klar sind und auf dem Ähnlichkeitsprinzip gründen.
Trotzdem gibt es sehr wohl verschiedene Vorgehensweisen bei den gleichen Krankheiten, als auch für die verschiedenen Krankheitszustände (akute, chronische und einseitige) jeweils andere homöopathische Therapievorgehensweisen.
Klassische Homöopathie wird zum einen der Individualität der jeweiligen Krankheitsausformung gerecht und ist somit wie Orgelspielen. Die Orgel ist ein unheimlich vielseitiges Musikinstrument, mit dem man den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden kann – wenn man durch viel Lernen und Üben ein Meister auf ihr geworden ist.
Sie hat unterschiedliche Register, die je nach der Notwendigkeit zu ziehen, sprich einzusetzen und anzuwenden sind. Es wäre schlecht die unterschiedlichen vorhandenen Register gegeneinander auszuspielen, hervorzuheben oder abzuwerten. Jedes davon hat seinen Sinn und seine Berechtigung zu seiner Zeit.
So ist es unser Anliegen im Homöopathie-Hof Laub ( Akademie der Klassischen Homöopathie) nicht eine Homöopathie-Schule zu sein, sprich ein Orgelregister zu lehren, sondern die Schulen und Vorgehensweisen differenziert kennen- und einsetzen lernen – je nach dem was eben der individuelle Krankheitsfall verlangt. Vielleicht beherrscht man nach solch einem Ausbildungsschwerpunkt das einzelne Orgelregister noch nicht ganz virtuose, aber man weiß um seine Existenz, seine Grundlagen und die Situationen, wann es gezogen werden sollte. Die Meisterschaft über die jeweilige Vorgehensweise bringt ehe nur die praktische Übung und Anwendung in der alltäglichen Praxis.
Diesem Lehransatz trägt auch unsere Literaturauswahl für Studierende Rechnung.
Die Grund-Orgelregister werden aus den Arbeiten Hahnemanns gebildet, vor allem das Organon der Heilkunst, 6. Auflage. Hier findet sich alles Wesentliche unverfälscht. Die Angaben zur Anamneseerhebung, Arzneifindung, Verordnung und vielen anderen Homöopathieaspekten können trotz ihrer fast 200 Jahre noch heute direkt übernommen werden. Wer eher visuell lernt, dem seien als Ergänzung die Bücher von Macek empfohlen. Hier werden die Orginaltexte Hahnemanns zusätzlich in Graphiken und Tabellen dargestellt.
Auch zu den Grundorgelregistern zählen die frühen Arzneimittelprüfungen, die in der Qualität aus verschiedenen Gründen heute kaum mehr erreichbar sind. Hierzu zählen vor allem Hahnemanns Reine Arzneimittellehre und Die Chronischen Krankheiten, (heute in der 3 Bändigen „Gesamten Arzneimittellehre“ zusammengefasst) die Gesammelten Arzneimittelprüfungen aus Stapfs „Archiv“, Hartlaub/Trinks Reine Arzneimittellehre, Noak/Trinks/Müller Handbuch... Da diese Symptomensammlungen nicht immer übersichtlich sind, gab es schon früh praxistaugliche Zusammenfassungen, wie etwa Jahrs Ausführliche Arzneimittellehre von 1848, die heute noch wegen der wissenschaftlichen Exaktheit und enormen Symptomenfülle oft in der Praxis Verwendung findet.
Selbst Hahnemann konnte die unzähligen Einzelsymptome nicht alle im Gedächtnis behalten. Dazu kommt, dass ein Suchen in den umfangreichen Symptomensammlungen, noch dazu im Vor-Computer-Zeitalter sehr zeitraubend ist.
So kam man in der homöopathischen Welt schnell darauf eine „umgekehrte Materia Medica“, die alle entsprechenden Mittel unter einem Symptom zusammenfasst zu konstruieren. Somit war das erste Repertorium entstanden.
Bis heute sind weit über hundert Repertorien entstanden, die meisten entbehrlich, da sie in die größeren eingearbeitet sind. Eines der frühen, jedoch heute noch aufgrund seines eigenen Charakters gebräuchlichen Repertorien ist Bönninghausens Therapeutisches Taschenbuch von 1846, das eine sinnvolle Ergänzung zu Kents Repertorium es ist in dem „Synthesis“-Repertorium komplett enthalten, darstellt, da es auch direkt am Krankenbett schnell und doch sicher zu dem Simile führt, vorausgesetzt es wird nach der dazu notwendigen eigenen Bönninghausen-Methodik gearbeitet.

Wird das Register Bönninghausen in Verbindung mit Bogers
Synoptik Key gespielt, so entsteht schon ein ganz eigener Klang, der aber in gewissen Situationen genau der passende ist oder sein kann. Hierbei werden z. B. Organbezüge oder die Modalitäten häufig den Gemütssymptomen vorgezogen. So gibt es viele unterschiedliche Klangfarben homöopathischer Arzneisuche und –anwendung auf die nicht hier sondern im Rahmen der Ausbildung sehr differenziert eingegangen wird. Ziel ist es sie alle – wenn mit dem Studium der Grundlagen und alten Meister ein solides Fingerspiel im Umgang mit den „Homöopathie-Registern“ erlernt und geübt wurde – spielen und beherrschen zu können.

Eine weitere wichtige Entwicklung einer homöopathischen Literaturart ist die Differenzierung der zur Heilung eines Falles in Frage kommenden Arzneimittel unter klinischen Gesichtspunkten - sogenannte“ Therapeutischen Leitfäden.
Wichtige Varianten dieser Literaturart sind Jahrs Therapeutischer Leitfaden, Herings Homöopathischer Hausarzt sowie Lilienthals Homöopathische Therapeutika. In ihnen werden z. B. unter Ischialgie die einzelnen Mittel mit ihren für diese Indikation typischen Symptomen und Modalitäten beschrieben, so dass im akuten Fall schnell eine Auswahl getroffen oder im chronischen Fall eine differenziertere Unterscheidung der einzelnen Mittel vorgenommen werden kann.

Zum Erlernen eines so schwierigen Instruments wie Orgel, sprich der Klassischen Homöopathie braucht es auch ein Lehrbuch. Zum einen soll von Michael Leisten in nächster Zeit ein dreibändiges Lehrbuch erscheinen. Zum anderen gibt es gute moderne Lehrbücher wie Risch, Homöopathik, Köhler, Lehrbuch Bd. 1, Illing, Bd.1&4. Das grundlegende Lehrbuch, Hahnemanns Organon der Heilkunst, sollte aber jeder angehende Homöopath gründlich studieren!

Unbedingt notwendig erweist sich eine Leitsymptomensammlung und darüber hinaus mindestens eine gute, ausführliche Arzneimittellehre (Materia Medica).
Hier zu nennen sind Allens Charakteristika der Materia Medica, die in einigen indischen Homöopathieschulen zur Zwischenprüfung auswendig gelernt werden müssen. und Nashs, Leitsymptome in der Homöopathischen Therapie, ebenso wie die Homöoqest – Lernkarteien von Holling und Bergmann als Software. Sie bieten die Möglichkeit zur Selbstkontrolle und zum systematischen Lernen. Eine schön geordnete und ausführliche moderne Leitsymptomensammlung ist die von Morrison – Handbuch der Homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome dar.
Eine einbändige und handliche Leitsymptomsammlung erarbeitete auch Farrington mit seinem Kompaktkurs Homöopathie.

Gerade für die ersten Therapieerfahrungen benötigt man eine kleinere Materia Medica. Sie dient zum vergleichenden Arzneimittelstudium und zum Vergleich mit den vom Patienten geschilderten Symptomen. Hier eignen sich die Franzosen Charette
(Homöopathische Arzneimittellehre für die Praxis), Lathoud ( Materia Medica) und Voison.
Manche mögen den Masterkey von Bhanja besonders gerne, da dieser versucht die Symptome der Mittel unter wenigen Grundthemen zusammenzufassen.
Eigentlich noch zu den Leitsymptomsammlungen zu zählen ist der „Boerike“. Er ist weltweit die am meisten verbreitete Materia medica, enthält in Stichworten Informationen von über 1600 Mitteln, davon ca. 700 ausführlicher beschrieben. Sein Handbuch der homöopathischen Materia Medica ist ein Klassiker und enthält auch eine Fülle sogenannter „kleiner“ Mittel.



Zum Vergleich der Arzneimittelbeschreibung mit den vom Patienten geschilderten Symptomen eignet sich wegen der Ausführlichkeit sehr gut Jahrs Ausführliche Materia Medica.
Clarke, Der Neue Clarke, ist neben Seideneder, Mitteldetails der homöopathischen Arzneimittel eine der umfangreichsten deutschsprachigen Materia Medica.
Die Klassiker und aus verschiedenen Gründen bis heute in der Qualität unerreicht, sind aber Hahnemanns Materia medica („Gesamte Arzneimittellehre“, s.o.) und Herings Leitsymptome unserer Materia Medica.

Hingegen zum Lesen und Schmökern gut geeignet sind Kents oder v.a. Tylers Arzneimittelbilder. Margrit Tyler war eine berühmte Homöopathin in England und ihre Materia medica ist eine schöne Mischung aus Zitaten von Klassikern wie Kent, Nash, Lippe u.a. und persönlichen Erfahrungen.
Vor allem klinisch versierten Therapeuten ist der „Mezger“ zu empfehlen. Diese zweibändige Arzneimittellehre enthält so manchen bewährten Schatz.

Wer gerne etwas über die Beziehungen der Arzneien untereinander (Folgemittel, Komplementärmittel, Antidot) erfahren möchte, kommt an Rehmanns Handbuch der homöopath. Arzneibeziehungen nicht vorbei.



Ebenfalls unerlässlich für den der praktizieren will ist eines der großen Repertorien:
Wir empfehlen aus verschiedenen Gründen das Synthesis Es ist eines der umfangreichsten Repertorien und in der akademieeigenen Buchhandlung zu beziehen.
Es ist das umfangreichste Repertorium und die meisten Nachträge stammen von hochkarätigen Autoren ( Hahnemann, Bönninhausen u.a.). Des Weiteren wurde auch der Ansatz Boger/Bönninghausen eingearbeitet. Das Synthesis ist eine Überarbeitung des Kent-Repertoriums, in das, neben der vollständigen Übertragung des Boerike-Repertoriums, eine Vielzahl von Nachträgen anderer Autoren integriert wurde.
Von diesem Werk gibt es drei verschiedene Ausführungen. Eine Taschenbuchausgabe, eine normale Buchausgabe und eine Computer-Version.
Herausgegeben vom Hahnemann Institut für homöopathische Dokumentation. Das Radar – Computerprogramm basiert auf Synthesis und stellt – neben dem Programm Mac Repertory - eine sehr ausgereifte und umfassende Verbindung von Homöopathie und den Vorteilen des Computers dar.
Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele interessante und sinnvolle Bücher auf dem Weg ein homöopathischer Heilkünstler zu werden.